Grundlagen der steuerlichen Immobilien- und Unternehmensbewertung

Informationen:

Seminarnummer:
AK20226
Referent(en):
Dipl.-Finw. Wilfried Mannek
Ort/Anschrift:
Altes Stahlwerk, Rendsburger Straße 81, 24537 Neumünster
Kategorien:
Seminare, Berater/-innen, qual. Mitarbeiter/-innen, Fachberater, Unternehmesnachfolge
Termine:
04.02.2020 09:00 Uhr – 17:00 Uhr
Seminartermin:
Seminartermine exportieren (.ics)
Preis (Verbands-Mitglieder):
273,70 Euro inkl. USt.
Preis (Nicht-Mitglieder):
410,55 Euro inkl. USt.

Beschreibung

Steuerliche Immobilienbewertung
Die steuerliche Immobilienbewertung für Zwecke der Erbschaft-/Schenkungsteuer und Grunderwerbsteuer richtet sich zwingend nach den Regelungen des Bewertungsgesetzes. Allerdings hat der Steuerzahler die Möglichkeit, den niedrigeren gemeinen Wert durch ein fundiertes Sachverständigengutachten nachzuweisen.
Das Seminar erläutert anschaulich, welche Regelungen im Rahmen der steuerlichen Immobilienbewertung maßgebend sind. Dazu wird die Bewertung von unbebauten Grundstücken ebenso dargestellt wie das steuerliche Vergleichs-, Ertrags- und das Sachwertverfahren. Das Sachwertverfahren ist zum 1.1.2016 vollständig angepasst worden. Seitdem sind neue Regelherstellungskosten maßgebend. Zudem gilt eine Bindung an den Baupreisindex, der jährlich vom Bundesfinanzministerium im Bundessteuerblatt zu veröffentlichen ist. Die hierzu ergangenen gleich lautenden Erlasse sind in die neuen Erbschaftsteuer-Richtlinien 2019 integriert worden.
Die konkreten Einflussmöglichkeiten eines Sachverständigen-Gutachtens werden aufgezeigt, damit die letztlich „richtige“ Steuer festgesetzt werden kann. Dazu gehört auch das Spannungsfeld der Berücksichtigung von Belastungen. Die Kriterien, die das Finanzamt bei der praktischen Prüfung von Sachverständigengutachten anzulegen hat, werden ebenfalls erläutert.

Steuerliche Unternehmensbewertung
Das Seminar stellt die steuerliche Unternehmensbewertung im vereinfachten Ertragswertverfahren nach §§ 199 ff BewG dar. Die Bewertung der betrieblichen Vermögen erfolgt zu 95 % nach dieser Methode. Eine Wertuntergrenze bildet dabei der Substanzwert. Die Ableitung aus Verkäufen findet dagegen in der Bewertungspraxis ebenso wie die Bewertung aufgrund eines Gutachtens relativ selten statt.
Das Seminar vermittelt anschaulich die einzelnen Bewertungsansätze und Rechenschritte. Dies gilt auch für die Erfassung des nicht betriebsnotwendigen Vermögens, der Beteiligungen und des sogenannten jungen Betriebsvermögens. Zudem werden die Korrekturen bei der Ermittlung des Jahresertrags erläutert. Schließlich wird die Bewertung von Beteiligungen an Personengesellschaften und Anteilen an Kapitalgesellschaften mit anschaulichen Praxisbeispielen veranschaulicht. Ferner wird auf Sonderfälle der Bewertung hingewiesen, wie zum Beispiel die Bewertung von Anteilen an gemeinnützigen Kapitalgesellschaften.

Gliederung
Steuerliche Immobilienbewertung
• Einleitung
   o Wesen der Erbschaft-/Schenkungsteuer
   o Vorrang der steuerlichen Verfahren
• Umfang des Grundvermögens
   o Neufassung des Abgrenzungserlasses Betriebsvorrichtungen
   o Definition der Grundstücksarten
• Bewertung von unbebauten Grundstücken
   o Bodenrichtwerte der Gutachterausschüsse
   o Wertbeeinflussende Merkmale
• Vergleichspreisverfahren
   o Maßgeblichkeit von Vergleichsfaktoren
   o Bedeutung eines einzelnen Kaufpreises
• Ertragswertverfahren
   o Ermittlung des Gebäudeertragswerts
   o Kapitalisierung des Gebäudereinertrags
   o Wirtschaftliche Gesamtnutzungsdauer
   o Übliche Miete
• Sachwertverfahren
   o Ermittlung des Gebäudesachwerts
   o Alterswertminderung
   o Ansatz eines Mindestwert-Restwerts
   o Regelherstellungskosten
   o Wertzahlen
   o Brutto-Grundfläche
   o Besonders werthaltige Außenanlagen
• Nachweis eines niedrigeren Grundbesitzwerts
   o Qualität des Gutachtens und Umfang der steuerlichen Auswirkung
   o Kriterienkatalog zur Prüfung eines Sachverständigengutachtens
   o Kaufpreis als Nachweis
   o Berücksichtigung von Belastungen durch Nutzungsrechte


Steuerliche Unternehmensbewertung
• Abgrenzung der Bewertungsmethoden und Feststellungslast
   o Grenzen der Zulässigkeit der vereinfachten Ermittlung
   o Auslegung des Begriffs des „offensichtlich unzutreffenden Ergebnisses“
• Formel des vereinfachten Ertragswertverfahrens
   o Ermittlung des Jahresertrags
   o Korrekturen des Gewinns – Hinzurechnungen/Abrechnungen
   o Ansatz des nicht betriebsnotwendigen Vermögens
   o Erfassung von Beteiligungen an anderen Unternehmen
   o Behandlung der Wirtschaftsgüter des jungen Betriebsvermögens
   o Maßgeblichkeit des Kapitalisierungsfaktors
• Ermittlung des Substanzwerts als Mindestwert
   o Differenzierter Ansatz des Firmenwerts
   o Unerwünschter Kaskadeneffekt des Substanzwerts bei Beteiligungen
   o Vereinfachungsregeln bei vom Besteuerungszeitpunkt abweichendem Abschlusszeitpunkt
• Besonderheiten bei Personengesellschaften
   o Aufteilung des Gesamthandsvermögens
   o Ansatz des Sonderbetriebsvermögens
   o Exkurs: Geänderte Aufteilung des Verwaltungsvermögens
• Besonderheiten bei Kapitalgesellschaften

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