Online-Seminar: Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG – Das neue BMF-Schreiben vom 18.03.2021

Informationen:

Seminarnummer:
AK21368
Referent(en):
Bernd Rätke
Ort/Anschrift:
ONLINE, Büro oder Homeoffice
Kategorien:
Seminare, Berater/-innen, qual. Mitarbeiter/-innen
Termine:
17.05.2021 10:00 Uhr – 12:00 Uhr
Seminartermin:
Seminartermine exportieren (.ics)
Preis (Verbands-Mitglieder):
107,10 Euro inkl. USt.
Preis (Nicht-Mitglieder):
160,65 Euro inkl. USt.

Beschreibung

Mit dem fortführungsgebundenen Verlustvortrag des § 8d KStG lässt sich seit 2016 ein Verlustuntergang bei Kapitalgesellschaften in Fällen, in denen mehr als 50 % der Anteile gem. § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG übertragen werden, vermeiden. Der Gesetzgeber stellt aber hohe Anforderungen an die Anwendbarkeit des § 8d KStG, indem er z.B. eine Vielzahl unbestimmter Rechtsbegriffe wie der „Zweckbestimmung des Geschäftsbetriebs“ oder der „Aufnahme eines zusätzlichen Geschäftsbetriebs“ verwendet. Daher bereitet § 8d KStG in der Praxis bislang große Schwierigkeiten.

Nun hat das BMF erstmalig ein Schreiben zu § 8d KStG veröffentlicht, das die Sichtweise der Finanzverwaltung verdeutlicht. Kapitalgesellschaften und Steuerberater sollten in der Beratungs- und Gestaltungspraxis den Standpunkt der Finanzverwaltung kennen, um sicherzustellen, dass sie bei der Anwendung des § 8d KStG keinen Fehler machen.

In dem Seminar werden die Voraussetzungen und Rechtsfolgen des § 8d KStG unter Berücksichtigung des neuen BMF-Schreibens erläutert. Dabei werden auch die gewerbesteuerlichen Folgen nach § 10a Sätze 11 und 12 GewStG und die hierzu am 19. März 2021 ergangenen Gleichlautenden Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder dargestellt.

Inhalt des Seminars sind u.a:

  • Anwendbarkeit des § 8d KStG bei Unschädlichkeit der Anteilsübertragung wegen der Konzernklausel oder Stille-Reserven-Klausel des § 8c Abs. 1 Satz 4 und Sätze 5 ff. KStG
  • Antragserfordernis nach § 8d KStG: Zeitpunkt, Form, Nachholung und Rücknahme des Antrags
  • Berechnung des sog. Beobachtungszeitraums
  • Begriff des Geschäftsbetriebs der Kapitalgesellschaft, Zulässigkeit mehrerer Geschäftsbetriebe, Auswirkung wirtschaftlich geringfügiger Betätigungen
  • Erläuterung des sog. schädlichen Ereignisses:
    • Ruhendstellen des Geschäftsbetriebs, Zuführung zu einer andersartigen Zweckbestim-mung, Aufnahme eines zusätzlichen Geschäftsbetriebs, Beteiligung an einer Mitunter-nehmerschaft, Begründung einer Organträgerstellung, Übertragung von Wirtschaftsgü-tern unterhalb des gemeinen Wertes
  • Rechtsfolgen des § 8d KStG:
    • Feststellung eines fortführungsgebundenen Verlustvortrags
    • Nutzung des Verlustvortrags
    • Verfahrensrechtliche Probleme wie z.B. die Anfechtung des richtigen Bescheids
  • Untergang des fortführungsgebundenen Verlustvortrags durch schädliches Ereignis oder An-teilsübertragung von mehr als 50 %
  • Stille-Reserven-Klausel bei Untergang des fortführungsgebundenen Verlustvortrags

Empfehlungen

zurück zur Übersicht »